Internist 2021 . 62:245-251
https://doi.org/10.1007/s00108-021-00972-8
Angenommen: 26. Januar 2021
Online publiziert: 18. Februar 2021 @ Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2021
Redaktion H. Haller, Hannover
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U. I. Scholl1,2
1 Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and Berlin Institute of Health, Berlin, Deutschland
2 Berlin Institute of Health (BIH), Berlin, Deutschland
Hyperaldosteronismus
Das Steroidhormon Aldosteron wird in der Zona glomerulosa der Neben- nierenrinde produziert und dient der Regulation des Volumen- und Elek- trolythaushalts. Ein Volumenmangel aktiviert das Renin-Angiotensin- System. Das resultierende Angioten- sin II erhöht in der Zona glomerulosa die Aldosteronfreisetzung. Eben- so führt eine Hyperkaliämie zu einer verstärkten Aldosteronfrei- setzung. Aldosteron bewirkt eine vermehrte Natriumresorption so- wie Kalium- und Protonensekretion im Sammelrohr der Niere. Daher kann eine zu hohe Aldosteronpro- duktion Bluthochdruck sowie eine hypokaliämische Alkalose auslösen.
Aldosteron bindet an den Mineralo- kortikoidrezeptor, der nicht nur in der Niere, sondern auch im Herz und Ge- fäßsystem exprimiert wird. Erhöhte Al- dosteronspiegel schädigen insbesondere bei hoher Kochsalzaufnahme über den reinen blutdrucksteigernden Effekt hi- naus Zielorgane und führen zu kardialer Fibrose, Nieren- und Gefäßschädigung [25].
>> Der primäre Hyperaldostero- nismus ist die häufigste Form der sekundären Hypertonie
Erhöhte Aldosteronspiegel (Hyperal- dosteronismus) treten einerseits auf, wenn die Aldosteronproduktion zumin- dest teilweise vom Renin-Angiotensin- System und Kaliumspiegel entkoppelt (autonom) erfolgt. Dieser sogenannte primäre Hyperaldosteronismus stellt die
häufigste Form der sekundären Hyperto- nie dar. Meist liegt ein hormonproduzie- render Tumor (aldosteronproduzierendes Adenom, 30%) oder ein bilateraler Hy- peraldosteronismus (60%) vor, wobei der klinische Schweregrad beim Adenom oft ausgeprägter ist als beim bilateralen Hy- peraldosteronismus. Andere Ursachen, wie eine unilaterale Hyperplasie (2%), ein aldosteronproduzierendes Karzinom (<1%) oder ein familiärer Hyperaldos- teronismus, sind selten ([36]; @ Tab. 1).
Andererseits kann dem erhöhten Al- dosteronspiegel eine Aktivierung des Re- nin-Angiotensin-Systems zugrunde lie- gen (sekundärer Hyperaldosteronismus). Physiologisch tritt dies bei Volumenman- gel bzw. Hypotonie auf. Pathophysiolo gisch relevant ist bei Patienten mit Hy- pertonie ein sekundärer Hyperaldostero- nismus als Folge der Einnahme von Di- uretika, bei einer Nierenarterienstenose oder (sehr selten) beim juxtaglomerulä- ren Zelltumor.
Primärer Hyperaldosteronismus
Der primäre Hyperaldosteronismus wur- de erstmals in den 1950er-Jahren von Jerome W. Conn beschrieben [6]. Die Prävalenz des primären Hyperaldos- teronismus lag in einer italienischen Studie unter hypertensiven Patienten in Hausarztpraxen bei 5,9%. Die Häufig- keit war bei Patienten mit Hypertonie Grad 3 deutlich höher (11,8%) als bei Hypertonie Grad 1 (3,9 %; [16]). Entspre- chend lag in einem Hypertoniezentrum mit typischerweise höherem Schwere- grad die Prävalenz bei etwa 10% [26]. Patienten mit primärem Hyperaldoste- ronismus haben ein höheres Risiko für
kardiovaskuläre Erkrankungen, wie et- wa Schlaganfälle, Myokardinfarkte und Vorhofflimmern [15, 17]. Deshalb sollte die Diagnose rechtzeitig gestellt werden, um eine adäquate Therapie einleiten zu können. Im Gegensatz zu frühe- ren Annahmen zeigen viele Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus keine Hypokaliämie [3]. Ist jedoch ei- ne Hypertonie mit einer Hypokaliämie vergesellschaftet (spontan oder durch Diuretika induziert), muss ein Screening auf einen primären Hyperaldosteronis- mus erfolgen [10].
Diagnostik und Therapie
Zur Diagnostik und Behandlung des pri- mären Hyperaldosteronismus hat die En- docrine Society im Jahr 2016 eine Leit- linie veröffentlicht [10]. Der dort vor- geschlagene Algorithmus ist in @ Abb. 1 dargestellt.
Hypertensive Patienten mit einem erhöhten Risiko sollen auf einen pri- mären Hyperaldosteronismus gescreent werden. Kriterien sind in den Leitlinien - ein Blutdruck über 150/100 mm Hg an drei verschiedenen Tagen,
- eine therapieresistente Hypertonie,
- eine mit mindestens 4 Medikamenten kontrollierte Hypertonie,
- eine Hypertonie mit Hypokaliämie,
- ein Inzidentalom der Nebenniere,
- eine Schlafapnoe,
- Verwandte ersten Grades mit pri- märem Hyperaldosteronismus sowie
- eine positive Familienanamnese für Hypertonie in jungen Jahren oder Schlaganfall im Alter von unter 40 Jahren.
| Tab. 1 | Formen des primären Hyperaldosteronismus | |
|---|---|---|
| Formen | Krankheitsgene mit Mutationen | |
| Unila- teral | Aldosteronproduzierendes Ade- nom (30%) | Somatisch: KCNJ5, CACNA1D, ATP1A1, ATP2B3, CTNNB1, CACNA1H, CLCN2 (siehe Text) |
| Unilaterale Hyperplasie (2 %) | Somatisch: CACNA1D, KCNJ5, ATP1A1, ATP2B3 [35] | |
| Aldosteronproduzierendes Neben- nierenkarzinom (<1 %) | Somatisch: u. a. CTNNB1, CDKN2A, PRKAR1A, ATM, RB1, TERT, PIK3R1, CDKN2A [18] | |
| Bila- teral | Sporadischer bilateraler Hyperal- dosteronismus (60 %) | Somatisch: KCNJ5, CACNA1D [24] |
| Familiärer Hyperaldosteronismus | Keimbahn: CYP11B2, CLCN2, KCNJ5, CACNA1H, CACNA 1D (siehe Text) | |
Diesen Kriterien liegen Daten zu einer erhöhten Prävalenz des primären Hyper- aldosteronismus in den entsprechenden Risikogruppen zugrunde [10].
Aldosteron/Renin-Quotient
Als initialer Screeningparameter wird der Aldosteron/Renin-Quotient emp- fohlen; idealerweise wird er am Morgen bestimmt, mindestens 2h nach dem Aufstehen und nach 5-15min Sitzen, nach Korrektur einer eventuellen Hy- pokaliämie, unter mindestens 5g NaCl- Aufnahme/Tag [10]. Der Aldosteron/ Renin-Quotient ist bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus er- höht, da das Renin-Angiotensin-System supprimiert ist. Problematisch ist die Beeinflussung des Aldosteron/Renin- Quotienten durch die Einnahme diverser Medikamente. Vor der Messung sollten Mineralokortikoidrezeptorantagonisten sowie Schleifen- und Thiaziddiureti- ka für mindestens 4 Wochen pausiert werden. Diese Substanzen führen zu einer Erhöhung von Renin und somit zu falsch-negativen Ergebnissen. Oft kann nach Absetzen dieser Substanzen (soweit nötig) der Aldosteron/Renin-Quotient bereits interpretiert werden, in Kenntnis von Effekten häufig verwendeter Antihy- pertensiva auf den Quotienten. Beispiels- weise führen Angiotensin-converting- enzyme(ACE)-Hemmer zu einem Re- ninanstieg und Aldosteronabfall, sodass ein unter Medikation erhöhter Quotient pathologisch ist. Kann ein unter Medi- kation gemessener Aldosteron/Renin- Quotient nicht sicher interpretiert wer- den, sollen weitere Medikamente, soweit möglich, pausiert werden. Dazu gehö- ren Betablocker, zentrale a2-Agonisten und nichtsteroidale Antirheumatika (al- le drei senken Renin), ACE-Hemmer
(s. oben), Angiotensinrezeptorblocker (ähnlich wie ACE-Hemmer), Reninin- hibitoren wie auch Kalziumkanalblocker vom Dihydropyridintyp. Um den Blut- druck zu kontrollieren, können Medika- mente wie Verapamil retard, Doxazosin oder Dihydralazin eingesetzt werden. Kürzlich wurde gezeigt, dass auch Mo- xonidin keine relevanten Effekte auf den Aldosteron/Renin-Quotienten aufweist [1].
Zur Beurteilung des Aldosteron/ Renin-Quotienten wurden unterschied- liche Grenzwerte vorgeschlagen, so etwa 20, 30 oder 40 ng/dl: ng/ml/h, entspre- chend 38, 57 oder 77 ng/l : ng/l [10]. Je nach Verwendung der Grenzwerte un- terscheidet sich die Sensitivität für die Detektion unterschiedlicher Schweregra- de des primären Hyperaldosteronismus (s. unten bezüglich des biologischen Kontinuums der Erkrankung).
Bestätigungstest
Liegt der Aldosteron/Renin-Quotient unter dem labor- oder zentrumsspezi- fischen Grenzwert, gilt ein primärer Hyperaldosteronismus als unwahr- scheinlich, und weitere Untersuchungen können entfallen. Bei einem erhöhten Quotienten gilt jedoch ein primärer Hy- peraldosteronismus nur bei eindeutigen Fällen als bestätigt (spontane Hypoka- liämie, Plasmarenin unterhalb des Detek- tionslevels, Plasmaaldosteron > 200 ng/l). Ansonsten soll ein Bestätigungstest erfol- gen. Ab diesem Punkt erfolgt die weitere Diagnostik meist in spezialisierten Zen- tren (z. B. http://www.conn-register.de/ register3.html). Bestätigungstests beru- hen auf dem Prinzip, dass im Rahmen des Tests bei Gesunden das Aldosteron supprimiert wird und diese Suppression bei Patienten mit primärem Hyperal-
dosteronismus unvollständig bleibt. In Deutschland wird meist ein i.v .- Koch- salzbelastungstest durchgeführt, bei dem 2l 0,9 %ige NaCl-Lösung über 4 h infun- diert werden. Kontraindiziert ist dies bei Herzinsuffizienz aufgrund des Risikos eines Lungenödems. Aldosteronwerte über 100 ng/l nach Kochsalzbelastung gelten als pathologisch, bei Werten unter 50 ng/l ist ein primärer Hyperaldoste- ronismus unwahrscheinlich. Werte von 50 bis 100 ng/l sind uneindeutig. Dane- ben sind die orale Kochsalzbelastung, der Fludrocortisonsuppressionstest und der Captopriltest etabliert [10]. In einer kürzlich publizierten Studie wies der i.v .- Kochsalzbelastungstest beim sitzenden Patienten bei ähnlicher Spezifität eine höhere Sensitivität auf als beim liegen- den Patienten [31], sodass zunehmend sitzend getestet wird, was die ambulante Durchführung erleichtern dürfte.
Bildgebung
Bei Patienten mit positivem Bestäti- gungstest erfolgt eine Bildgebung der Nebennieren, nach Leitlinie mittels Computertomographie [10], oftmals jedoch auch mittels Magnetresonanz- tomographie. Diese soll das Vorliegen eines Nebennierenkarzinoms ausschlie- ßen, dient aber auch der Darstellung von Nebennierenadenomen und Gefäßver- hältnissen.
Uni- oder bilaterale Aldosteron- produktion
Für die Therapie des primären Hyperal- dosteronismus entscheidend ist die Fra- ge, ob eine unilaterale Aldosteronpro- duktion (typischerweise beim Adenom, seltener bei der unilateralen Hyperplasie) oder eine bilaterale Aldosteronprodukti- on vorliegt. Bei jungen Patienten (unter 35 Jahren) mit ausgeprägtem primärem Hyperaldosteronismus (spontane Hypo- kaliämie, deutlich erhöhtes Aldosteron) und radiologischem Nachweis einer uni- lateralen Raumforderung der Nebennie- re, die vereinbar mit einem Nebenniere- nadenom ist, kann auf eine weitere Di- agnostik verzichtet werden und zur re- troperitoneoskopischen oder laparosko- pischen Resektion der betroffenen Ne- benniere geraten werden [10].
In allen anderen Fällen sollte mit dem Patienten besprochen werden, ob bei einer unilateralen Erkrankung eine Operation gewünscht wäre. Ist dies der Fall, gilt als Goldstandard zur Seitendia- gnostik die seitengetrennte Nebennie- renvenenblutentnahme [10], bei der bei- de Nebennierenvenen katheterisiert und Aldosteronwerte lokal bestimmt werden. Dem liegt zugrunde, dass einerseits mit dem Alter zunehmend Inzidentalome der Nebenniere auftreten und daher der bildmorphologische Nachweis eines Tumors nicht beweisend für das Vor- liegen eines aldosteronproduzierenden Adenoms ist und sich andererseits kleine aldosteronproduzierende Adenome dem bildmorphologischen Nachweis entzie- hen können. Die Notwendigkeit der Ka- theterisierung wurde allerdings in einer - weit kritisierten [27] - randomisier- ten, kontrollierten Studie angezweifelt (SPARTACUS [7]). Üblicherweise wird parallel zu Aldosteron das Kortisol be- stimmt, um das korrekte Auffinden der Nebennierenvene zu bestätigen (Selek- tivitätsindex, Kortisol sollte mindestens zweifach erhöht sein gegenüber der Peripherie), aber auch zum Norma- lisieren der Aldosteronwerte und zur Bestimmung des Lateralisationsindex (Aldosteron:Kortisol der einen Seite im Verhältnis zu Aldosteron:Kortisol der anderen Seite; hier spricht ein Verhältnis > 2 ohne Stimulation mit adrenokortiko- tropem Hormon [ACTH] bzw. >4 mit ACTH-Stimulation für eine unilaterale Aldosteronproduktion). Eine kürzlich erschienene Metaanalyse weist auf einen Nutzen der ACTH-Stimulation hin [12]. Durch Stimulation soll die Anzahl er- folgloser Katheterisierungen reduziert werden (insbesondere die rechte Vene ist aufgrund der direkten Einmündung in die V. cava schwierig aufzufinden). Au- ßerdem sollen der Kortisolgradient zwi- schen Nebennierenvenen und Peripherie maximiert, Aldosteronschwankungen minimiert und die Aldosteronsekretion von Adenomen maximiert werden.
Zeigt sich in der Katheterisierung eine Lateralisierung der Aldosteronprodukti- on, wird zur Operation geraten, ande- renfalls erfolgt eine Therapie mit Mi- neralokortikoidrezeptorantagonisten. In Deutschland zur Therapie der Hyper-
Zusammenfassung · Abstract
Internist 2021 . 62:245-251 https://doi.org/10.1007/s00108-021-00972-8
@ Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2021
U. I. Scholl Hyperaldosteronismus
Zusammenfassung
Aldosteron wird in der Nebennierenrinde produziert und reguliert den Volumen- und Elektrolythaushalt. Ein Hyperaldosteronismus kann entweder primär (reninunabhängig) oder sekundär (reninabhängig) auftreten. Der primäre Hyperaldosteronismus als häufigste Ursache der sekundären Hypertonie ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert. Seine wichtigsten Subtypen sind das aldosteronproduzierende Adenom als häufigste unilaterale Form und der bilaterale Hyperaldosteronismus, selten treten eine unilaterale Hyperplasie, familiäre Formen und das Nebennierenkarzinom auf. Diagnostisch wird als Screeningparameter der Aldosteron/Renin-Quotient bestimmt. Ist dieser erhöht, folgen ein Bestätigungstest und eine Schnittbildgebung. Goldstandard zur Unterscheidung unilateraler von bilateralen Formen ist die seitengetrennte Neben- nierenvenenkatheterisierung. Unilaterale Formen können mittels Adrenalektomie grundsätzlich kurativ therapiert werden, während bei Kontraindikation zur Operation
und bei bilateralen Formen die Therapie mit Mineralokortikoidrezeptorantagonisten im Vordergrund steht. Studien der letzten zehn Jahre konnten somatische Mutationen, meist in Ionenkanälen oder -transportern, als Ursache von aldosteronproduzierenden Ade- nomen und sog. aldosteronproduzierenden Zellclustern nachweisen (aldosteronpro- duzierende Zellcluster sind womöglich Vorstufen von Adenomen und Korrelate der bilateralen Hyperplasie, aber auch eines subklinischen Hyperaldosteronismus). Ein familiärer Hyperaldosteronismus wird durch Keimbahnmutationen in überlappenden Genen ausgelöst. Ein sekundärer Hyperaldos- teronismus kann im Rahmen einer Hypertonie als Folge einer Diuretikatherapie oder einer Nierenarterienstenose auftreten.
Schlüsselwörter
Aldosteron · Renin · Nebennierenadenom · Mineralokortikoidrezeptorantagonisten · Mutation
Hyperaldosteronism
Abstract
Aldosterone is produced in the adrenal cortex and governs volume and electrolyte homeostasis. Hyperaldosteronism can occur either as primary aldosteronism (renin- independent) or secondary aldosteronism (renin-dependent). As the commonest cause of secondary hypertension, primary aldosteronism is associated with increased cardiovascular risk. Its most prevalent sub- types are aldosterone-producing adenomas as the most frequent unilateral form and bilateral hyperaldosteronism. Unilateral hyperplasia, familial hyperaldosteronism and aldosterone-producing carcinoma are rare. The aldosterone/renin ratio serves as a screening parameter for primary aldosteronism. If this ratio is elevated, confirmatory testing and adrenal imaging are performed. Adrenal venous sampling is considered the gold standard for the distinction of unilateral from bilateral disease. Unilateral disease can potentially be cured
by adrenalectomy, whereas patients that are not candidates for surgery or have bilateral disease are treated with mineralocorticoid receptor antagonists. Over the past 10 years, somatic mutations in ion channels or transporters have been identified as causes of aldosterone-producing adenomas and so- called aldosterone-producing cell clusters (potential precursors of adenomas and correlates of bilateral hyperplasia, but also of subclinical hyperaldosteronism). In addition, germline mutations in overlapping genes cause familial hyperaldosteronism. Secondary hyperaldosteronism can occur in patients with hypertension treated with diuretics or in renal artery stenosis.
Keywords
Aldosterone · Renin · Adrenocortical adeno- ma . Mineralocorticoid receptor antagonists . Mutation
Patienten mit Hypertonie und erhöhtem Risiko für primären Hyperaldosteronismus
Weitere Diagnostik unmöglich / unerwünscht
Screening
Aldosteron/Renin-Quotient
Primärer Hyperaldosteronismus unwahrscheinlich
-
+
+
+
Bestätigung
Bestätigungstest
Primärer Hyperaldosteronismus unwahrscheinlich
-
Hypokaliämie, supprimiertes Renin, Aldosteron > 200 ng/l
+
CT Nebenniere
Subtypen- differenzierung
Operation nicht erwünscht
Operation erwünscht
Selektive Nebennierenvenen- katheterisierung
Schwerer Hyperaldosteronismus, junges Alter, Tumornachweis in der Bildgebung
bilateral
unilateral
Therapie
Mineralokortikoidrezeptorantagonist
Unilaterale Adrenalektomie
tonie zugelassen ist Spironolacton, das 1-mal täglich in einer Initialdosis von 25 mg eingenommen und langsam auf- dosiert wird. Die unter höheren Dosen auftretende Gynäkomastie (und erekti- le Dysfunktion) ist Folge der antiandro- genen Wirkung von Spironolacton und kann dosislimitierend sein. Zur Bestim- mung der optimalen Dosis von Mine- ralokortikoidrezeptorantagonisten kann Renin herangezogen werden: In einer re- trospektiven Kohortenstudie beschränk- te sich die Erhöhung des kardiovasku lären Risikos unter Therapie auf Patien- ten mit supprimiertem Renin, sodass die Dosis von Spironolacton erhöht werden sollte, bis das Renin nicht mehr suppri- miert ist [11].
»> Zeigt sich in der Katheteri- sierung eine Lateralisierung der Aldosteronproduktion, wird zur Operation geraten
Ebenso wird „off label“ Eplerenon ein- gesetzt, das aufgrund einer höheren Se- lektivität weniger Nebenwirkungen auf- weist als Spironolacton und aufgrund ei- ner kürzeren Halbwertszeit 2-mal täglich
eingenommen wird [10]. Alternativ kann Amilorid als Blocker des epithelialen Na- triumkanals in der Niere verwendet wer- den. In Deutschland ist es jedoch nur in Kombination mit Thiaziddiuretika ver- fügbar. Bei unzureichender Blutdruck- einstellung können zusätzlich Kalzium- kanalantagonisten eingesetzt werden.
Daten aus einer großen Outcomestu- die [34] zeigen, dass nach einer unilate- ralen Adrenalektomie 94 % biochemisch (normokaliämisch, normaler Quotient), jedoch nur 37% der Patienten klinisch geheilt sind (normotensiv ohne antihy- pertensive Therapie). Dies ist durch eine parallel bestehende essenzielle Hyperto- nie bzw. schon eingetretene Gefäßschädi- gung bedingt. Entsprechend profitieren jüngere Patienten, aber auch weibliche Patienten stärker von einer Adrenalek- tomie.
Genetik und Pathophysiologie
Beteiligte Gene
In den letzten zehn Jahren konnten die Genetik und Pathophysiologie des al- dosteronproduzierenden Adenoms weit- gehend aufgeklärt werden. Erste Ansatz- punkte gibt es auch hinsichtlich des bi- lateralen Hyperaldosteronismus. Aldos-
teronproduzierende Adenome werden durch somatische Mutationen, überwie- gend in Ionenkanälen und -pumpen, ausgelöst. Bekannt sind Mutationen im Kaliumkanalgen KCNJ5, dem Kalzium- kanalgen CACNA1D, dem Gen ATP1A1, das für die a-Untereinheit der Natrium- Kalium-ATPase codiert, sowie (selte- ner) Mutationen im Kalzium-ATPase- Gen ATP2B3, in CTNNB1 (codierend für ß-Catenin), dem Kalziumkanalgen CACNA1H und dem Chloridkanalgen CLCN2 [2, 5, 8, 19, 28].
Bis auf CTNNB1-Mutationen, deren Mechanismus nicht vollständig geklärt ist, beruht die Pathophysiologie auf ei- nem erhöhten Kalziumeinstrom in die Zelle, der wiederum die Expression der Aldosteronsynthase (CYP11B2) und so- mit die Aldosteronproduktion erhöht und vermutlich auch die Zellteilung steigert. Der Kalziumeinstrom geschieht entweder direkt, durch Mutationen in Kalziumkanälen, oder indirekt, durch Mutationen, die einen depolarisieren- den Ionenstrom verursachen. So kommt es beispielsweise bei KCNJ5-Mutatio- nen zu einem abnormen Natriumstrom durch den mutierten Kanal. Die zellulä- re Depolarisation führt zur Aktivierung
spannungsgesteuerter Kalziumkanäle und wiederum zum Kalziumeinstrom.
Die neuen Erkenntnisse zur Genetik und Pathophysiologie haben noch keine klinische Relevanz
Mutationen in den genannten Genen erklären etwa 90% der aldosteronpro- duzierenden Adenome. KCNJ5-Muta- tionen treten aus ungeklärten Gründen häufiger bei Frauen und fraglich häu- figer bei Patienten asiatischer Herkunft auf, während CACNA1D-Mutationen und ATP1A1-Mutationen häufiger bei Männern auftreten; CACNA1D-Muta- tionen sind offenbar auch bei Patienten afrikanischer Herkunft häufiger [20, 21, 37].
Diese neuen Erkenntnisse zur Gene- tik und Pathophysiologie haben derzeit noch keine diagnostische oder therapeu- tische Relevanz. Erste Studien haben je- doch spezifische Steroidprofile im Plas- ma von Patienten mit KCNJ5-positiven Adenomen identifiziert [9]. Da KCNJ5- Mutationen häufig vorkommen und mit recht großen Tumoren assoziiert sind, könnte bei Tumornachweis in der Bildge- bung und entsprechendem Steroidprofil gegebenenfalls künftig auf eine selektive Nebennierenvenenkatheterisierung ver- zichtet werden.
Aldosteronproduzierende Zellcluster
Interessanterweise wurden somatische Mutationen, wie sie aus Adenomen bekannt sind, auch in sogenannten al- dosteronproduzierenden Zellclustern identifiziert. Diese Cluster aus aldoste- ronbildenden Zellen (CYP11B2-positiv in der immunhistochemischen Unter- suchung) liegen direkt unterhalb der Nebennierenkapsel, reichen aber bis in die kortisolproduzierende Zona fasci- culata. Mit zunehmendem Alter zeigen Nebennieren Gesunder statt einer durch- gehenden schmalen Zona glomerulosa vermehrt solche Cluster. Etwas mehr als ein Drittel solcher Cluster gesunder In- dividuen trug in einer Studie somatische Mutationen in den Genen CACNA1D und ATP1A1 [23]. Somit kann vermutet werden, dass diese Cluster Vorläufer al- dosteronproduzierender Adenome oder einer bilateralen Hyperplasie darstellen und einen subklinischen Hyperaldoste- ronismus auslösen könnten (s. unten).
Die Pathophysiologie des bilateralen Hyperaldosteronismus ist schwierig zu ergründen, da die betroffenen Patien- ten üblicherweise nicht operiert werden und somit kein Gewebe für geneti- sche Untersuchungen zur Verfügung steht. In einer Studie von 15 Fällen, die trotz bilateraler Erkrankung einer unilateralen Adrenalektomie unterzogen worden waren, wurden mehr und größe- re aldosteronproduzierende Zellcluster identifiziert als bei normotensiven Kon- trollen. Von 99 solchen Clustern trugen
58% somatische Mutationen im Gen CACNA1D, 1 % im Gen KCNJ5, alle Nebennieren hatten mindestens eine Mutation [24]. Somit kann vermutet werden, dass der primäre Hyperaldos- teronismus ein biologisches Kontinuum von einer mutierten Zelle über aldoste- ronproduzierende Zellcluster hin zum bilateralen Hyperaldosteronismus oder zu einzelnen prädominanten Adenomen darstellt; Grenzwerte zur biochemischen Definition der Erkrankung wären da- mit zu einem gewissen Grad biologisch willkürlich. Außerdem können aldoste- ronproduzierende Zellcluster auch neben Adenomen existieren [22], was die kli- nisch wichtige Einteilung in unilaterale vs. bilaterale Erkrankungen relativiert.
Neuere Studien weisen darauf hin, dass ein subklinischer oder sogar bio- chemisch bestätigter Hyperaldosteronis- mus schon bei normotensiven Proban- den auftreten kann [4, 14]. Ein mög- licher subklinischer Hyperaldosteronis- mus bei hypertensiven Patienten könn- te (neben der diuretikainduzierten Akti- vierung des Renin-Angiotensin-Aldoste- ron-Systems) die klinischen Erfolge einer Spironolactontherapie bei therapieresis- tenter Hypertonie erklären (PATHWAY- 2-Studie [33]).
Unklar ist, weshalb KCNJ5-Mutatio- nen in Clustern eher selten nachgewiesen werden. Womöglich wachsen diese Tu- moren schneller und werden somit rasch klinisch als Tumoren manifest.
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Schwerpunkt: Hypertonie
Familiäre Formen
Sehr selten tritt ein Hyperaldosteronis- mus als familiäre, autosomal-dominante Erkrankung auf. Oft liegt der Erkran- kungsbeginn im Kindes- oder Jugend- alter, teils ist die Familienanamnese positiv. Wegweisend ist die genetische Diagnostik. Am häufigsten ist der glu- kokortikoidsupprimierbare Hyperaldos- teronismus (familiärer Hyperaldostero- nismus Typ I), bei dem ein chimäres Gen der Aldosteronsynthase und der homologen 11ß-Hydroxylase, die an der Kortisolbiosynthese beteiligt ist, vorliegt [13]. Daraus resultiert eine Bildung von Mineralokortikoiden sowie sogenann- ten Hybridsteroiden unter Steuerung von ACTH in der Zona fasciculata. Therapeutisch können Glukokortikoide (zur ACTH-Suppression) sowie Minera- lokortikoidrezeptorantagonisten einge- setzt werden. Weitere Krankheitsbilder sind der familiäre Hyperaldosteronismus Typ II mit CLCN2-Mutation [30], der familiäre Hyperaldosteronismus Typ III mit KCNJ5-Mutation [5], der famili- äre Hyperaldosteronismus Typ IV mit CACNA1H-Mutation [29] sowie das so- genannte PASNA-Syndrom („primary aldosteronism, seizures and neurologic abnormalities“/primärer Hyperaldoste- ronismus, Epilepsie und neurologische Auffälligkeiten) mit CACNA1D-Mutati- on [28].
Zusammenfassend weist das überlap- pende Mutationsspektrum von aldoste- ronproduzierenden Adenomen, bilatera- ler Hyperplasie und familiärem Hyperal- dosteronismus auf eine ähnliche Patho- physiologie dieser Krankheitsformen hin (a Tab. 1).
Sekundärer Hyper- aldosteronismus
Der sekundäre Hyperaldosteronismus ist laborchemisch durch eine Erhöhung von Renin wie auch Aldosteron gekennzeich- net. Beim Patienten mit Hypertonie ist eine häufige Ursache die Einnahme von Diuretika wie Thiaziden und Schleifen- diuretika, die zu einer Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems führen. Da- bei kann es auch zu einer Hypokaliämie kommen. Wegweisend ist die Anamnese.
Eine weitere Ursache ist die Nierenar- terienstenose, die in diesem Schwerpunkt gesondert diskutiert wird (siehe hierzu Beitrag von T. Lenz in der vorliegenden Ausgabe). Sehr selten kann ein juxtaglo- merulärer Zelltumor (meist in der Niere, Reninom) zu einer autonomen Renin- freisetzung führen. Wird in der Bild- gebung ein solcher Tumor identifiziert, kann in einer Katheteruntersuchung Re- nin in den Nierenvenen bestimmt wer- den, um vor einer operativen Therapie den Ursprung der Reninproduktion zu bestimmen [32].
Fazit für die Praxis
- Ein primärer Hyperaldosteronismus sollte bei Patienten mit schwerer oder therapieresistenter Hypertonie, Hypokaliämie, Schlafapnoe, Neben- nierentumor und/oder suspekter Familienanamnese ausgeschlossen werden.
- Ein Screening auf Hyperaldostero- nismus erfolgt mit dem Aldosteron/ Renin-Quotienten; dabei ist auf ei- ne interferierende Medikation zu achten.
- Eine weitere Diagnostik sollte in spezialisierten Zentren durchgeführt werden (Bestätigungstest, Nebennie- renvenenkatheter).
- Bei unilateraler Erkrankung erfolgt eine Adrenalektomie, bei beidseitiger Erkrankung oder Kontraindikation zur Operation wird ein Mineralokorti- koidrezeptorantagonist gegeben.
- Bei sekundärem Hyperaldostero- nismus und Hypertonie muss an Diuretika und Nierenarterienstenose gedacht werden.
Korrespondenzadresse
Univ .- Prof. Dr. med. U. I. Scholl Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt- Universität zu Berlin, and Berlin Institute of Health Charitéplatz 1, 10117 Berlin, Deutschland ute.scholl@charite.de
Förderung. Gefördert durch die Stiftung Charité und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (SFB 1365, SFB 1453).
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt. U.I. Scholl gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von der Autorin keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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| society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol | in aldosterone-producing adenomas and primary | Umfangreiches Update-Wissen in | |
| Metab 101:1889-1916 | aldosteronism. Nat Genet 45:1050-1054 | schwierigen Zeiten: Erstmals können | |
| 11. Hundemer GL, Curhan GC, Yozamp N et al | 29. Scholl UI, Stolting G, Nelson-Williams C et al | sich interessierte Ärzte für das komplette | |
| (2018) Cardiometabolic outcomes and mortality | (2015) Recurrent gain of function mutation in | ||
| in medically treated primary aldosteronism: | calcium channel CACNA1H causes early-onset | Nephro-Update-Seminar zum innovativen | |
| a retrospective cohort study. Lancet Diabetes | hypertension with primary aldosteronism. Elife. | Livestream anmelden. Seien Sie LIVE | |
| Endocrinol 6:51-59 | https://doi.org/10.7554/eLife.06315 | dabei, bequem von zu Hause oder aus der | |
| 12. Laurent I, Astere M, Zheng F et al (2019) | 30. Scholl UI, Stolting G, Schewe J et al (2018) | ||
| Adrenal venous sampling with or without | CLCN2 chloride channel mutations in familial | Klinik! Die Interaktivität wird durch einen | |
| adrenocorticotropic hormone stimulation: a meta- | hyperaldosteronism type II. Nat Genet 50:349-354 | Livechat ermöglicht und die Zertifizierung | |
| analysis. J Clin Endocrinol Metab 104:1060-1068 | 31. Stowasser M, Ahmed AH, Cowley D et al | ist beantragt, sodass Sie auch bei virtuel- | |
| 13. Lifton RP, Dluhy RG, Powers M et al (1992) | (2018) Comparison of seated with recumbent | ||
| A chimaeric 11 beta-hydroxylase/aldosterone | saline suppression testing for the diagnosis of | ler Teilnahme Ihre wichtigen CME-Punkte | |
| synthase gene causes glucocorticoid-remediable | primary aldosteronism. J Clin Endocrinol Metab | erhalten. | |
| aldosteronism and human hypertension. Nature | 103:4113-4124 | ||
| 355:262-265 | 32. | Trnka P, Orellana L, Walsh M et al (2014) | |
| 14. Markou A, Pappa T, Kaltsas G et al (2013) Evidence | Reninoma: an uncommon cause of Renin- | Das Update-Konzept: Die wichtigsten | |
| of primary aldosteronism in a predominantly | mediated hypertension. Front Pediatr 2:89 | Neuerungen des vergangenen Jahres aus | |
| female cohort of normotensive individuals: | 33. Williams B, Macdonald TM, Morant S et al (2015) | der Nephrologie und Hypertensiologie werden unter der wissenschaftlichen | |
| a very high odds ratio for progression into | Spironolactone versus placebo, bisoprolol, and doxazosin to determine the optimal treatment for drug-resistant hypertension (PATHWAY-2): | ||
| arterial hypertension. J Clin Endocrinol Metab | |||
| 98:1409-1416 | Leitung von Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt | ||
| 15. Milliez P, Girerd X, Plouin PF et al (2005) Evidence | a randomised, double-blind, crossover trial. Lancet 386:2059-2068 | (Berlin) und Prof. Dr. Jürgen Floege | |
| for an increased rate of cardiovascular events in | |||
| patients with primary aldosteronism. J Am Coll | 34. Williams TA, Lenders JWM, Mulatero P et al (2017) | (Aachen) kritisch selektiert, analysiert und | |
| Cardiol 45:1243-1248 | Outcomes after adrenalectomy for unilateral | zusammengefasst. Die Relevanz für den | |
| 16. Monticone S, Burrello J, Tizzani D et al (2017) | primary aldosteronism: an international consensus on outcome measures and analysis of remission | Klinik- und Praxisalltag der Ärzte steht | |
| Prevalence and clinical manifestations of primary | |||
| Aldosteronism encountered in primary care | rates in an international cohort. Lancet Diabetes | dabei im Vordergrund und der ausführ- | |
| practice. J Am Coll Cardiol 69:1811-1820 | Endocrinol 5:689-699 | lichen Diskussion über den Livechat mit | |
| 17. Monticone S, D'ascenzo F, Moretti C et al (2018) | 35. Yamazaki Y, Nakamura Y, Omata K et al (2017) Histopathological classification of cross-sectio- | den Referenten wird viel Raum gegeben. | |
| Cardiovascular events and target organ damage | |||
| in primary aldosteronism compared with essential | nal image-negative hyperaldosteronism. J Clin | In diesem Jahr werden neben den Kern- | |
| hypertension: a systematic review and meta- | Endocrinol Metab 102:1182-1192 | gebieten der Nephrologie und Hyper- | |
| analysis. Lancet Diabetes Endocrinol 6:41-50 | 36. Young WF Jr. (2019) Diagnosis and treatment | tensiologie die Themen „Knochen und | |
| 18. Mouat IC, Omata K, Mcdaniel AS et al (2019) | of primary aldosteronism: practical clinical | ||
| Somatic mutations in adrenocortical carcinoma | perspectives. JIntern Med 285:126-148 | Mineralstoffwechsel“, „Elektrolyt- und | |
| with primary aldosteronism or hyperrenine- | 37. Zheng FF, Zhu LM, Nie AF et al (2015) Clinical | Säure-Basen-Haushalt“ sowie das Hot Topic: „Lupus“ vorgestellt. | |
| mic hyperaldosteronism. Endocr Relat Cancer | characteristics of somatic mutations in Chinese patients with aldosterone-producing adenoma. | ||
| 26:217-225 | |||
| 19. Nanba K, Blinder AR, Rege J et al (2020) Somatic | Hypertension 65:622-628 | ||
| CACNA1H mutation as a cause of Aldosterone- | Zum Gesamtpaket der Teilnahme gehören | ||
| producing adenoma. Hypertension 75:645-649 | neben den umfangreichen Seminarunter- lagen als eBook der Download aller Vor- tragspräsentationen und die Vorträge im Nachgang als Video-on-Demand auf der | ||
| 20. Nanba K, Omata K, Else T et al (2018) Targeted mo- | |||
| lecular characterization of aldosterone-producing | |||
| adenomas in white Americans. J Clin Endocrinol | |||
| Metab 103:3869-3876 | |||
| 21. Nanba K, Omata K, Gomez-Sanchez CE et al (2019) | |||
| Genetic characteristics of aldosterone-producing | Videoplattform »streamed-up.com«. | ||
| adenomas in blacks. Hypertension 73:885-892 | |||
| 22. Nishimoto K, Nakagawa K, Li D et al (2010) | Weitere Informationen zu Programm, Referenten und zur Anmeldung: | ||
| Adrenocortical zonation in humans under normal | |||
| and pathological conditions. J Clin Endocrinol | |||
| Metab 95:2296-2305 | www.nephro-update.com | ||
| 23. Nishimoto K, Tomlins SA, Kuick R et al (2015) | |||
| Aldosterone-stimulating somatic gene mutations | |||
| are common in normal adrenal glands. Proc Natl | |||
| Acad Sci USA 112:E4591-E4599 | |||
| 24. Omata K, Satoh F, Morimoto R et al (2018) Cellular | |||
| and genetic causes of idiopathic hyperaldostero- | |||
| nism. Hypertension 72:874-880 | Veranstalter: ORIGINAL | ||
| 25. Pimenta E, Gordon RD, Stowasser M (2013) Salt, | med update GmbH medupdate Hagenauer Straße 53 PREMIUM-FORTBILDUNG | ||
| aldosterone and hypertension. J Hum Hypertens | |||
| 27:1-6 | |||
| 26. Rossi GP, Bernini G, Caliumi C et al (2006) A | 65203 Wiesbaden | ||
| prospective study of the prevalence of primary | |||