Chirurg 2005 . 76:227-237 DOI 10.1007/s00104-005-1010-5

Online publiziert: 1. März 2005 @ Springer Medizin Verlag 2005

M. Brauckhoff . H. Dralle Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale

Wiederholungseingriffe an den Nebennieren

W iederholungseingriffe an den Neben- nieren sind seltene Operationen. Grund- sätzlich kann zwischen Wiederholungsein- griffen im eigentlichen Sinne wegen eines Rezidivs eines malignen Tumors (adreno- kortikales Karzinom ACC, malignes Phäo- chromozytom PC), eines Rezidivs durch Kapselruptur benigner Tumoren („tumor spillage“) und eines Rezidivs benigner Ne- bennierenerkrankungen nach subtotaler Adrenalektomie einerseits und Eingriffen an der kontralateralen Nebenniere nach unilateraler Adrenalektomie andererseits unterschieden werden.

Wiederholungseingriffe wegen eines ipsilateralen Lokalrezidivs erfordern mit Ausnahme des benignen Rezidivs eines fa- miliären PC nach subtotaler Adrenalekto- mie [2, 4, 30, 41] generell eine totale Restad- renalektomie ggf. mit Lymphadenektomie und multiviszeraler Resektion (organüber- schreitendes Karzinomrezidiv).

› Wiederholungseingriffe unterscheiden sich bez. der chirurgischen Anforderungen nicht von Ersteingriffen

Aus chirurgischer Sicht stellen Wiederho- lungseingriffe an den Nebennieren kei- ne wesentlich anderen Anforderungen an den Chirurgen als Ersteingriffe, deren Spektrum ebenfalls von subtotalen bis zu multiviszeralen Resektionen reichen kann. Insbesondere bei kontralateralen Operatio- nen ist allerdings auch bei ACTH-unab- hängigen Nebennierenerkrankungen stets eine, bei subtotaler Adrenalektomie transi- ente, in der Regel nicht oder nicht dauer-

haft substitutionspflichtige, bei totaler Ad- renalektomie aber permanente adrenokor- tikale Stressinkompetenz zu beachten [5].

Ipsilaterale Lokalrezidive

Rezidive maligner Nebennierentumoren

Um maligne Lokalrezidive zu vermeiden, sollten malignitätssuspekte Nebennieren- tumoren stets total und kombiniert mit ei- ner lokalen Lymphadenektomie entfernt werden [14]. Der Stellenwert der endosko- pischen Techniken bei der Adrenalekto- mie großer (>5 cm) und malignomsuspek- ter Tumoren ist unklar. Trotz einzelner Fall- berichte über eine intraoperative Tumor- zellimplantation bei endoskopischen Ope- rationen mit konsekutiver Entwicklung ei- nes malignen Lokalrezidivs bzw. einer Pe- ritonealkarzinose [7, 9, 39] wurde bislang kein Nachteil einer endoskopischen Ope- ration im Vergleich zur offenen Adrenalek- tomie auch bei potenziell malignen Tumo- ren nachgewiesen [13].

Klinisch können 3 Situationen unter- schieden werden:

- resektables Lokalrezidiv ohne oder mit resektablen Fernmetastasen,

- resektables Lokalrezidiv mit irresekta- blen Fernmetastasen,

- irresektables Lokalrezidiv.

Die Feststellung der technischen Resekta- bilität eines malignen adrenalen Lokalre- zidivs erfolgt mittels Computertomogra- phie (CT) oder Magnetresonanztomogra-

phie (MRT; a Abb. 1, 2), mit deren Hilfe zum einen eine Infiltration benachbarter Organe sowie das Ausmaß intravasaler Tu- morzapfen, die bis in die untere Hohlvene bzw. den rechten Vorhof reichen können und daher gelegentlich sogar den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine erfordern [33, 34], exakt erfasst werden [1].

Fernmetastasen maligner Nebennie- rentumoren werden häufig in Leber, Lun- ge und Knochen gefunden [3, 31]. Ihre Er- fassung bzw. ihr Ausschluss erfordert die entsprechenden bildgebenden Verfahren. Bei einem Großteil der Patienten mit ma- lignen PC können Fernmetastasen mit ver- schiedenen nuklearmedizinischen Metho- den diagnostiziert werden (Somatostatin- rezeptor- [SSR-]Szintigraphie, Metaiod- benzylguanidin- [MIBG-]Szintigraphie). Diese Verfahren haben darüber hinaus auch therapeutische Bedeutung, da zwi- schen Patienten mit MIBG- bzw. Octreo- tid-positiven und -negativen Tumoren differenziert und somit ein entsprechen- des therapeutisches Regime festgelegt wer- den kann [26]. In einigen Fällen sind auch MIBG-positive ACC beschrieben worden [32], was neuerdings Veranlassung dazu ist, auch bei Patienten mit ACC diese entspre- chend therapieweisende Diagnostik zu empfehlen [36].

› Die Diagnostik mit SSR- oder MIBG-Szintigraphie ist therapieweisend

Die Bedeutung der Positronenemissionsto- mographie (PET) muss noch in größeren Serien geprüft werden [1, 15, 38].

Chirurg 2005 . 76:227-237 DOI 10.1007/s00104-005-1010-5 @ Springer Medizin Verlag 2005

M. Brauckhoff · H. Dralle

Wiederholungseingriffe an den Nebennieren

Zusammenfassung

Wiederholungseingriffe an den Nebennie- ren können bei ipsilateralen benigen oder malignen Rezidiven nach subtotaler oder totaler Adrenalektomie, aber auch bei kon- tralateralen Rezidiverkrankungen nach uni- lateraler Adrenalektomie erforderlich wer- den. Die chirurgische Behandlung von Lo- kalrezidiven maligner Nebennierentumo- ren erreicht zumindest bei adrenokortika- len Karzinomen bei kompletter und unter Umständen auch multiviszeraler Resektion die gleichen Ergebnisse wie die operative Therapie bei Erstmanifestation (Fünfjahres- überlebensraten zwischen 40-60%). Pallia- tive Operationen sollten nur individuell zur Kontrolle endokriner Symptome erwogen werden, da eine Verlängerung der Überle- benszeit im Vergleich zur konservativen Therapie nicht eindeutig belegt ist. Der Stel-

lenwert der endoskopischen Techniken bei großen (>5 cm) und somit potenziell ma- lignen Nebennierentumoren muss in weite- ren Studien untersucht werden, bevor eine abschließende Einschätzung möglich ist. Nach subtotaler Adrenalektomie hängt das Rezidivrisiko von der Grunderkrankung, Größe und Lokalisation des adrenalen Rest- gewebes, Dauer der Nachbeobachtung so- wie, im Falle familiärer Phäochromozyto- me, von der zugrunde liegenden Mutation (Genotyp) ab.

Schlüsselwörter

Rezidiv · Nebennierenkarzinom · Mitotane · Malignes Phäochromozytom · Radioligandentherapie · Rezidivadrenalektomie · S ubtotale Adrenalektomie

Recurrent operations on the adrenal glands

Abstract

Repeat adrenalectomy may be required due to ipsilateral recurrence of benign or malignant adrenal tumors after previous to- tal or subtotal adrenalectomy. Even for mul- tivisceral resection in patients with adreno- cortical carcinoma, complete resection of local recurrent tumor offers results similar to those of primary resection (5-year sur- vival 40-60%). In contrast, since no benefit on long-term survival has been shown so far by tumor debulking, palliative tumor re- section should only be performed individ- ually for control of severe endocrine symp- toms. The effect of endoscopic adrenalecto- my in patients with large tumors (>5 cm) or suspected malignancy has still not be- en well examined. Further studies are re-

quired. In any case, during open or endo- scopic approach, tumor spillage must be avoided to prevent local tumor cell implan- tation. Following subtotal adrenalectomy, the risk of ipsilateral recurrence correlates with disease, follow-up, localization, size of the adrenal remnant, and, in case of fa- milial pheochromocytoma, probably with genotype.

Keywords

Recurrence · Adrenocortical carcinoma ·

Mitotane · Malignant pheochromocytoma · Radio ligand therapy ·

Recurrent adrenalectomy ·

Subtotal adrenalectomy

Lokales Nebennierenkarzinomrezidiv

Lokalrezidive von ACC ( Abb. 3) treten, abhängig vom initialen Tumorstadium und der Zeit, bei bis zu 65% der initial ku- rativ intendiert operierten Patienten und sehr häufig (>80%) simultan mit Fernme- tastasen auf [20]. Bis zu 80% der Tumo- ren sind endokrin aktiv [14]. Die exzessi- ve Hormonproduktion stellt neben dem Ausmaß der lokalen Infiltration und mög- licher Fernmetastasen ein wesentliches Problem dar. Insbesondere bei aldosteron- produzierenden ACC steigt die periopera- tive Mortalität auf 20% an [21].

Resektables Lokalrezidiv mit/ohne resektable(n) Fernmetastasen

In mehreren größeren Studien wurde ein deutlicher Vorteil für die Überlebenswahr- scheinlichkeit kompletter (kurativ inten- dierter), auch mehrfacher Resektionen ei- nes ACC-Rezidivs gegenüber inkomplet- ten (palliativen) Resektionen oder nicht- operativen Therapieverfahren gezeigt [20, 31, 37]. Dabei wurde jedoch oftmals nicht zwischen Patienten mit einem isolierten Lokalrezidiv, isolierten Fernmetastasen oder gleichzeitigem Auftreten eines Lokal- rezidivs und Fernmetastasen unterschie- den [3, 20, 31]. Ein isoliertes Lokalrezidiv ist selten (<20%). Meist liegen gleichzeitig Fernmetastasen vor [3, 20, 37], die jedoch auch resektabel sein können.

In einer 1999 durchgeführten retro- spektiven Untersuchung konnte erst- mals gezeigt werden, dass nach komplet- ter Resektion eines Lokalrezidivs oder von Fernmetastasen keine Unterschiede in der Überlebenswahrscheinlichkeit re- sultieren. Bemerkenswert an dieser Stu- die ist weiterhin, dass sich die Überle- bensraten der kurativ intendierten Erst- operationen nicht von denen der kura- tiv intendierten Folgeoperationen un- terschieden (medianes Überleben 74 VS. 74 Monate, Fünfjahresüberlebensraten 55% VS. 57%) [37].

› Die Resektabilität eines ACC bzw. dessen Lokalrezidiv ist der wichtigste Überlebens- prognosefaktor

Die Tatsache, dass die Resektabilität eines ACC bzw. dessen Lokalrezidiv oder Fern-

Hier steht eine Anzeige This is an advertisement

Springer

metastasen der wichtigste Prognosefaktor für die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Patienten mit ACC ist [3, 20, 25, 31, 37], un- terstreicht die Notwendigkeit einer regel- mäßigen und engmaschigen Kontrolle nach kurativ intendierter Erstoperation, um im Falle eines Lokalrezidivs oder von Fernmetastasen noch eine potenziell kura- tive Reoperation durchführen zu können [8]. Andererseits begründen diese Daten auch eine exakte und umfassende präope- rative Diagnostik, um nicht erst intraope- rativ die Irresektabilität eines Rezidivs fest- stellen zu müssen [8].

Resektables Lokalrezidiv mit irresektablen Fernmetastasen

Patienten mit Fernmetastasen haben eine so schlechte Prognose (medianes Überle- ben nach Diagnose zwischen 6 und 15 Mo- naten [14, 31, 37], Fünfjahresüberlebensra- ten zwischen 0-10% [3, 14, 20, 31, 37]), dass ein Tumordebulking von einigen Chirur- gen generell abgelehnt wird [8]. Andere Autoren sehen unter bestimmten Bedin- gungen wie zum Beispiel besonders star- ker hormoneller Tumoraktivität oder ag-

gressivem Tumorwachstum bei jungen Pa- tienten eine Indikation zur Resektion des Primärtumors [1]. In zwei Studien wur- den allerdings leichte Überlebensvortei- le für resezierte gegenüber ausschließlich konservativ behandelten Patienten festge- stellt [3, 37], so dass eine Primärtumorre- sektion auch bei irresektablen Fernmeta- stasen stets erwogen werden sollte.

Irresektables Lokalrezidiv

Lokale Irresektabilität wird allgemein nur bei Infiltration der großen arteriellen Ge- fäße (Aorta, Truncus coelicaus) gesehen [8, 37]. In Abhängigkeit von der Seitenlo- kalisation und der Größe des Lokalrezi- divs muss bei einem Teil der Patienten mit multiviszeralen Organresektionen ge- rechnet werden. Es ist daher erforderlich, dass ein entsprechend erfahrener Chirurg bei derartigen Operationen anwesend ist, um technisch bedingte inkomplette Resek- tionen oder schwerwiegende Komplikatio- nen zu vermeiden [8]. Bislang gibt es keine Hinweise dafür, dass ein lokales Tumorde- bulking unter Zurücklassen vitaler Tumor- zellen vorteilhaft ist [8]. Derartige Opera-

tionen sollten daher nur individuell, zum Beispiel zur Beherrschung schwerwiegen- der hormoneller Symptome und Ermange- lung anderer aussichtsreicher Therapieop- tionen in Erwägung gezogen und am bes- ten innerhalb prospektiver Studien durch- geführt werden.

Palliative Therapie

Der Stellenwert von Mitotane und zytoto- xischer Chemotherapie beim metastasier- ten ACC ist nicht unumstritten. Ein Thera- pieeffekt von Mitotane ist erst bei Serum- spiegeln >14 mg/l nachweisbar. Das thera- peutische Fenster ist klein (starker Anstieg der Toxizität bei Serumspiegeln >20 mg/l), so dass ein Drugmonitoring erforderlich ist [1]. In den meisten Studien wurden par- tielle Remissionen um 35% erreicht (Über- sicht in [36]). In mehreren Studien wurde der Wert palliativer Chemotherapieproto- kolle, meist Cisplatin und Etoposid, unter- sucht. In seltenen Fällen wurden komplet- te Remissionen über einen begrenzten Zeitraum festgestellt. In den meisten Studi- en lag die Rate an partiellen Remissionen aber nur zwischen 15 und 30% (Übersicht

Abb. 1 / Magnetresonanztomographische Darstellung eines lym- phonodalen lokoregionären Rezidivs (Pfeil) eines adrenokortika- len Karzinoms bei einem 57-jährigen Patienten nach Adrenalek- tomie rechts und lokoregionärer Lymphadenektomie (Erstopera- tion) und rechtslateraler Leberteilresektion (Segmente 6 und 7) (Zweitoperation): nach Rezidivlymphadenektomie (Drittoperati- on) ist der Patient seit 12 Monaten rezidivfrei

R

10cm

MF 0.94

1 150.0

TR 1000.0 TE 62.0

D/E

Abb. 2 A Computertomographische Darstellung eines retrokaval- retrohepatischen benignen Paragangliompseudorezidivs bei ei- nem 39-jährigen Patienten mit Mutation im Succinyl-Dehydrogen- ase-Typ-B-Gen nach Exstirpation eines malignen infrarenal-inter- aortokavalen Paraganglioms inkl. lokoregionärer Lymphadenek- tomie; unauffällige rechte Nebenniere (Pfeil): nach erneuter Para- gangliomexstirpation inkl. retrokavaler Lymphadenektomie ist der Patient seit 30 Monaten rezidivfrei

A

Klin. Diag. Rad. MLU-UKK

Volume Zoom

VA20C

H-SP-CR

R

10em

KV 140

mAs 120

TI 0.5

GT 0.0

SL 6.0/2.5/8.0

348-3/Q

B40f L3COM

iv KM

W

380 40

C

Abb.3 4 Behandlungsalgorithmus beim Lokalrezidiv eines adrenokortikalen Karzinoms. 1 MIBG- und Octreotid-Szinti- graphie erwägen: bei MIBG-positiven Tumoren bzw. Tumoren mit Somatostatin- rezeptorexpression sollte eine Radio- ligandentherapie erwogen werden. 2 Individuelle Entscheidung, Durchfüh- rung in randomisierten Studien empfoh- len, weitere palliative Therapie unabhän- gig von durchgeführter palliativer Resek- tion. 3 Stadieneinteilung nach MacFar- lane und Sullivan. 4 Vierteljährliche bio- chemische und bildgebende Diagnostik. 5 Mitotane-Spiegel 14-20 mg/l; Drugmo- nitoring empfohlen. 6 Empfehlung be- ruht auf einer Phase-II-Studie an 40 Pati- enten: Indikation bei Stadium II mit ho- hem Risiko bzw. im Stadium III und nach Resektion eines Lokalrezidivs. 7 Empfeh- lung beruht auf einer retrospektiven Studie für Patienten im Stadium III. M0 keine Fernmetastasen, M1 Fern- metastasen, R0 kein residueller Tumor, R1 mikroskopische Tumorreste

Lokalrezidiv1

resektabel

irresektabel

MO

M1

resektabel

irresektabel

Resektion, bei M1 simultan mit Fernmetastasen

Debulking erwägen

Response

RO, Stadium I/II3

R1, Stadium III,/IV3

Follow-up4

Adjuvante Therapie Mitotane5 ± Streptozotocin6 ± Bestrahlung Tumorbett7

Palliative Therapie Mitotane5 bei Progress zusätzlich Chemotherapie bei hormonellen Symptomen antihormonelle Therapie Radioligandentherapie mit MIBG oder Octreotid1

in [1]). Die bislang höchste Ansprechrate (54%) konnte durch Kombination von Cis- platin, Etoposid, Doxorubicin und Mitota- ne erreicht werden [1].

Weitere, selten genutzte Verfahren zur lo- kalen Tumorkontrolle sind lokale Bestrah- lung, Tumorembolisation, Radiofrequenzab- lation und Kryotherapie. Im Falle SRS- oder MIBG-positiver Tumoren besteht grund- sätzlich die Option der Radioligandenthera- pie, wobei für ACC bislang noch keine Er- gebnisse publiziert wurden. Zur hormonel- len Kontrolle sollten Adrenostatika einge- setzt werden (Übersicht in [1]).

Malignes adrenales Phäochromozytomlokalrezidiv

Maligne adrenale PC ( Abb. 4) haben, ähnlich wie die ACC, mit einer Fünfjahres- überlebensrate zwischen 20-50% [17] eine schlechte Prognose. Andererseits kann der klinische Verlauf des malignen PC auch bei Auftreten eines Lokalrezidivs sehr va- riabel sein. Langzeitverläufe trotz Fernme- tastasierung über mehr als 25 Jahre sind beschrieben worden [45]. Wie beim ACC sind isolierte Lokalrezidive ohne oder mit resektablen Fernmetastasen bei malignen adrenalen PC selten (10-30%) [6, 11].

Der operativen Entfernung eines Lo- kalrezidivs eines malignen PC wird all- gemein, auch wenn sie in der Regel nur noch palliativ ist und gelegentlich nur als Debulking durchgeführt werden kann, ei- ne zentrale Rolle im therapeutischen Al- gorithmus eingeräumt, insbesondere bei Patienten mit MIBG-negativen Tumo- ren [26]. Systematische Untersuchungen zum Stellenwert des Debulkingkonzepts bei malignem PC sind bislang allerdings nicht durchgeführt worden. Gleiches gilt für die adjuvante oder palliative lokale Be- strahlung des Tumorbettes.

Sowohl für die 131Iod-MIBG-Radioli- gandentherapie als auch für den Einsatz von Octreotid liegen Studien vor, die ei- nen therapeutischen Effekt, für die MIBG- Therapie auch in Bezug auf die Verlänge- rung des Überlebens zeigen [23, 35]. Der Stellenwert anderer Radioliganden in der Therapie des metastasierten PC ( Indi- um-Octreotid, 9ºYttrium-Octreotid [DO- TATOC]) kann derzeit noch nicht abge- schätzt werden [19].

Abb.4 / Behandlungsalgorithmus beim Lokalrezidiv eines malignen Phäochromzytoms. 1 inidviduelle Entscheidung, Durchführung in randomisierten Studien empfohlen, weitere palliative Therapie unabhängig von durchgeführter palliativer Resektion. 2 Vierteljährliche biochemische und bildgebende Diagnostik. 3 Keine publizierten Studien. 4 Octreotid-Depot- präparate erwägen. 5 Zusätzliche antihormonelle (antihypertensive) Therapie bei endokrin aktiven Tumoren. M0 keine Fernmetastasen, M1 Fernmetastasen, MIBG Metaiodbenzylguani- din, SSR Somatostatinrezeptor, MIBG-RLT MIBG-Radioligandentherapie, SSR-RLT SSR-Radioli- gandentherapie

Lokalrezidiv

resektabel

irresektabel

MO

M1

resektabel

irresektabel

Resektion, bei M1 simultan mit Fernmetastasen

Debulking erwägen

Follow-up2

MIBG-und SSR-Szintigraphie

MIBG pos. SSR pos.

MIBG pos. SSR neg.

MIBG neg. SSR pos.

MIBG neg. SSR neg.

MIBG-u./o. SSR-RLT3 ± Octreotid4,5

MIBG-RLT5

Chemotherapie + SSR-RLT3 ± Octreotid4,5

Chemotherapie5

Progress

Response

Bei irresektablen Rezidiven bzw. disse- minierter Fernmetastasierung sollte ins- besondere bei Patienten mit MIBG- und Octreotid-negativen Tumoren eine zytoto- xische Chemotherapie durchgeführt wer- den. Je nach Protokoll wurde von tempo- rären Remissionsraten bis zu 50% berich- tet (Übersicht in [26]).

› Maligne PC-Zellen setzten exzessiv hämodynamisch aktive Substanzen frei

Neben dem hohen Metastasierungspoten- zial maligner chromaffiner adrenaler Zel- len stellt die exzessive Freisetzung hämo- dynamisch aktiver Substanzen (Katechol- amine und deren Derivate) den limitieren- den Prognosefaktor dar. Vor operativen Eingriffen muss eine komplette a-adrener- ge Rezeptorblockade sowie eine Normali- sierung des intravasalen Volumens erfol- gen, um lebensbedrohliche Komplikatio- nen zu vermeiden.

Leitthema

Abb.5 / Ipsilaterales benignes Phäochromozytomlokalrezidiv rechts (Pfeil) bei einer 28-jährigen Patientin mit multipler endokriner Neoplasie Typ 2A viereinhalb Jahre nach subtotaler Adrena- lektomie: organerhaltende Readrenalektomie (kranialer Rest, ca. 1/4 der Nebenniere [Pfeil])
Abb.6 / Ipsilaterales benignes Phäochromozytomlokalrezidiv (2 Tumoren) links (Pfeile) bei einem 52-jährigen Patienten mit multipler endokriner Neoplasie Typ 2A 6 Jahre nach subtota- ler Adrenalektomie links und totaler Adrenalektomie rechts (postoperativ intakte adrenokorti- kale Stresskompetenz): totale Restadrenalektomie, da der Patient wegen rheumatischer Beschwerden seit ca. 18 Monaten Kortikoide einnahm

Codman

D

Lokalrezidive benigner Nebennierentumoren nach totaler Adrenalektomie

Nach totaler Adrenalektomie wegen benig- ner Nebennierenerkrankungen sind ver- einzelt Berichte über Lokalrezidive, vor al- lem beim PC, publiziert worden [27, 40]. Grundsätzlich ist ein lokales Rezidiv im- mer auf einen primär malignen und folg- lich als benigne fehldiagnostizierten Ne- bennierentumor verdächtig. Anderseits

können auch eine nur scheinbar totale Ad- renalektomie oder eine auch bei benignen Nebennierentumoren fatale Turmozellaus- saat nach Kapselverletzung ein Lokalrezi- div bedingen. Insbesondere eine Tumorzell- verschleppung („tumor spillage“) kann zu einer multiplen regionalen Tumorbildung führen [7, 27], deren präoperative Diagno- se einerseits als auch deren totale chirurgi- sche Entfernung anderseits sehr anspruchs- voll sein können. Ob durch die endoskopi- schen Verfahren ein höheres Risiko für ei-

ne intraoperative Tumorkapselverletzung besteht, ist fraglich [13]. Allerdings wurde kürzlich über drei Rezidive nach laparosko- pischer Adrenalektomie wegen PC berich- tet [27].

Lokalrezidive nach subtotaler Adrenalektomie

Systematische Untersuchungen zum Rezi- divrisiko nach subtotaler Adrenalektomie wurden bislang nicht durchgeführt. Im Vergleich zu gesunden Personen kann bei Patienten mit sporadischen primären Er- krankungen der Nebennieren nach einer kompletten Tumorentfernung theoretisch davon ausgegangen werden, dass vom ver- bliebenen adrenalen Geweberest kein er- höhtes Risiko einer erneuten Tumorent- wicklung ausgeht. Patienten mit hereditär- en oder sekundären Erkrankungen der Ne- bennieren weisen nach subtotaler Adrena- lektomie demgegenüber ein mit der Zeit wachsendes Risiko des Erkrankungsrezi- divs auf, da die zugrunde liegende Keim- bahnmutation in allen Zellen vorhanden ist bzw. der übergeordnete Stimulus fort- besteht.

Adrenokortikale Erkrankungen

Primärer Hyperaldosteronismus: Morbus Conn

Insbesondere die Tatsache, dass asymme- trische Formen des primären Hyperaldos- teronismus (PHA) mit einer dominanten großknotigen Veränderung ein Adenom vortäuschen können und die isolierte Ent- fernung des mutmaßlichen Adenoms zwangsläufig von der Persistenz der Er- krankung durch Zurücklassen mikrono- dulärer Veränderungen gefolgt ist, hat, nachdem es mit Einführung der endosko- pischen Techniken in die Nebennieren- chirurgie vor gut 10 Jahren zunächst eine steigende Anzahl von Publikationen zur subtotalen Adrenalektomie bei Morbus Conn gab [42], in letzter Zeit wieder zu einer gewissen Zurückhaltung gegenüber der subtotalen Adrenalektomie geführt [10]. Andererseits weist ein großer Teil der Patienten mit einem Conn-Adenom endo- krin inaktive Knoten auf, die eine hyper- plastische Form vortäuschen können, je- doch die Heilungsaussichten im Langzeit- verlauf nur gering beeinträchtigen [16].

Von einigen Autoren wird auf den Nut- zen der intraoperativen Sonographie zur intraoperativen Feststellung adrenokorti- kaler Veränderungen verwiesen [12]. Eine definitive Klärung, ob und welche adrena- len Knoten bzw. Tumoren funktionell ak- tiv bzw. inaktiv sind, kann dadurch aller- dings nicht erfolgen. Obwohl wir bereits mehrmals subtotale Nebennierenresektio- nen bei Patienten mit Conn-Adenomen vorgenommen haben, bevorzugen wir auf- grund der beschriebenen diagnostischen Unsicherheiten wieder die totale Adrena- lektomie.

› Asymmetrische Formen des PHA können ein Adenom vortäuschen

Werden nach subtotaler Adrenalektomie wegen eines Conn-Adenoms persistie- rend erhöhte Aldosteronwerte bei suppri- mierten Plasmareninspiegeln festgestellt, muss von einem unter Umständen nicht korrekt diagnostizierten hyperplastischen PHA ausgegangen werden. Inwieweit ei- ne Reoperation dann sinnvoll ist, kann nur mit Hilfe einer selektiven Venenkathe- teruntersuchung festgestellt werden. Bei eindeutig unilateralem Aldosteron-Peak kann eine Restadrenalektomie erfolgreich sein [10].

Nicht-ACTH abhängiger, primärer Hyperkortisolismus

Mittlerweile liegen mehrere Berichte über subtotale Nebennnierenresektionen beim Cushing-Adenom [42], aber auch bei den hyperplastischen Formen [18] vor. Auf- grund der Pathogenese der hyperplasti- schen Formen (Stimulation des adreno- kortikalen Gewebes über die Expression ektoper Rezeptoren) muss jedoch nach subtotaler Resektion mit einem Erkran- kungsrezidiv gerechnet werden, wenn kei- ne entsprechende Ursachentherapie er- folgt [24].

ACTH-abhängiger, sekundärer Hyperkortisolismus

Da nach Adrenalektomie beim sekun- dären Hyperkortisolismus (SHK) die ACTH-Spiegel erhöht bleiben, ist die sub- totale Adrenalektomie mit einem hohen Rezidivrisiko assoziiert [44]. Mehrere Stu- dien haben zudem gezeigt, dass Patienten

Tabelle 1

Klinische, biochemische und histologische Merkmale hereditärer und sporadischer Phäochromozytome

VHL 2MEN 2Sporadisch
Mittleres Alter bei Diagnose [Jahre]29-3836-4046-52
Histologische Merkmale
· TumorkapselDickDünnDünn
· Peritumorale AMHKeineImmerKeine
· ZellgrößeKleinGroßGroß
Hormonproduktion
· Plasmanoradrenalin [%]6956
· Plasmanormetanephrin [%]9689
· Plasmaadrenalin [%]3-467
· Plasmametanephrin [%]8-9100
Multifokalität [%]38-4468-100<10
Malignitätsrisiko [%]0-8ª0-18b>10
Anzahl dokumentierter ipsilateraler Rezidive nach subtotaler Adrenalektomie(n)6℃10ª
Mittlere Zeitspanne zwischen subtotaler156 (24-375)232 (48-312)
Adrenalektomie und ipsilateralem Rezidiv [Monate]

ª mittleres Risiko 2,9%, b mittleres Risiko 3,6%, 5 Patienten, d 8 Patienten. VHL 2 von Hippel-Lindau-Syndrom Typ 2, MEN 2 multiple endokrine Neoplasie Typ 2, AMH adrenomedulläre Hyperplasie.

mit einem SHK nicht von einer subtotaler Adrenalektomie profitieren [29, 44]. Die Tatsache einer adrenokortikalen Hormo- nabhängigkeit spielt bei den in Folge des langjährigen SHK meist multimorbiden Patienten für die Lebensqualität keine Rol- le [29]. Daher sollte bei den wenigen Pati- enten, bei denen ein Nebenniereneingriff wegen SHK heute überhaupt indiziert ist, stets eine totale Adrenalektomie erfolgen, so dass ein Lokalrezidiv nur noch sehr sel- ten evtl. im Falle unbeabsichtigt zurückge- lassenen Nebennierenrindengewebes vor- kommen kann.

Beim Nebenniereneingriff aufgrund sekundärem Hyperkortisolismus ist eine totale Adrenalektomie indiziert

Beim adrenogenitalen Syndrom (AGS) wird in letzter Zeit wieder zunehmend ei- ne Indikation zur bilateralen Adrenalekto- mie bei Patientinnen, die auch unter ho- hen Kortisondosen virilisierende Sympto- me bzw. großknotige Nebennierenverän- derungen aufweisen, gesehen [43]. Auch beim AGS sollte allerdings stets eine tota- le Adrenalektomie erfolgen, so dass Rezi-

diverkrankungen kaum wahrscheinlich sind.

Adrenomedulläre Erkrankungen

Rezidivrisiko bei hereditären Phäochromozytomen

Nach subtotaler Adrenalektomie wegen eines familiären PC hängt das Rezidivrisi- ko innerhalb des adrenalen Restes haupt- sächlich von dessen Größe und Lage (in- tramedullärer Mark-Rinden-Gradient) sowie der zugrunde liegenden Mutation (von-Hippel-Lindau- [VHL-]Tumorsup- pressorgen, RET-Protoonkogen, Succinyl- Dehydrogenase Typ B-D) und der Zeit ab. Da nach subtotaler Adrenalektomie die Menge an verbliebenem adrenomedul- lärem Gewebe geringer ist als in der kon- tralateralen Nebenniere, besteht theore- tisch für den ipsilateralen adrenalen Ge- weberest ein geringeres Risiko für die Ent- stehung weiterer PC als für die kontralate- rale Nebenniere.

In den letzten Jahren wurden wesentli- che histopathologische Unterschiede zwi- schen multipler-endokriner-Neoplasie- Typ 2- (MEN-2-)assoziierten und VHL-2- assoziierten PC aufgedeckt ( Tabelle 1;

Tabelle 2 Rezidiventwicklung nach bilateral subtotaler Adrenalektomie bei Patienten mit familiären Phäochromozytomen in Abhängigkeit vom Zugang
AutorPatienten [n]DiagnoseFollow-up [Monate]Rezidiv [n]ªIntervall [Monate]Rezidiv- therapie
Offener Zugang
· Irvin et al. [15b]3FPC36-840
· van Heerden et al. [39a]2MEN 215-3752360-375TRAE
· van Heerden [40]1MEN 2180
· Hamberger et al. [10a]2MEN 26-240
· Klempa et al. [21a]2MEN 2, SAMH180
· Birnbaum et al. [3a]1SPC320
· Albanese u. Wiener [1a]4FP80-960
· Dralle, 19942MEN 2kAkA
· Lee et al. [25a]14MEN 2, VHL 27-3312118-324bTRAEb
· Neumann et al. [30a]13MEN 2,VHL 2, NF16-179kA
· Walther et al. [40a]8VHL 23-1520
· deGraaf et al. [9a]4MEN 219-53124TRAE
· Edström et al. [9b]5MEN 296-1560
· Inabnet et al. [15a]5MEN 2, VHL 2, NF36-300336, 48, 156TRAE
· Baghai et al. [2a]1VHL 2
· Yip et al. [44a]26MEN 2, VHL 2, NF, FPC, MEN 10-4123144, 228, 324TRAE
· Halle 1995-2004 (eigene Daten)12MEN 2, VHL 2, SPC27-118172TRAE
Endoskopischer Zugang
· Mugiya et al. [28a]1MEN 230
· Janetschek et al. [16a],4VHL 22-240
Neumann et al. [30a],
Radmayr et al. [32b]
· Walther et al. [40b]1VHL 2kAkA
· Baghai et al. [2a]2VHL 2kA0
· Porpiglia et al. [32a]1MEN 2120
· Sackett u. Bambach [34a]1kAkAkA
· Walz et al. [41, 42, 42a]15MEN 2, VHL 2, SDHD, SPC9-1020
· Halle 1995-2004 (eigene Daten)8MEN 2, VHL 26-700

ª Bezogen auf die Anzahl der Patienten, b keine exakte Angabe. FPC familiäres Phäochromozytom, MEN 2 multiple endokrine Neoplasie Typ 2, TRAE totale Restadrenalektomie, SAMH sporadische adrenomedulläre Hyperplasie, SPC sporadisches Phäochromozytom, VHL 2 von-Hippel-Lindau-Syndrom Typ 2, kA keine Angaben, MEN 1, multiple endokrine Neoplasie Typ 1, SDHD, Succinyl-Dehydrogenase Typ D.

[22]), die einige Chirurgen zu der Annah- me veranlassten, dass das Rezidivrisiko bzw. das Risiko der intraoperativen Tumo- raussaat („tumor spillage“) nach subtota- ler Adrenalektomie bei MEN-2-assoziier- ten PC höher sein müsste als bei VHL-as- soziierten PC und demnach nur bei letz- teren eine subtotale Adrenalektomie über- haupt vertretbar sei (Diskussion zu [5]). Klinische Daten für diese Annahme gibt es jedoch nicht. Die Analyse der Literatur seit 1980 weist für Patienten mit MEN-2- assoziierten oder VHL-assoziierten PC keine Unterschiede für die Rezidivrate nach subtotaler Adrenalektomie auf ( Ta- belle 2).

› Die Rezidivrate MEN-2- oder VHL-assoziierter PC nach subtotaler Adrenalektomie unterscheidet sich nicht

Operative Strategie

Das ipsilaterale Erkrankungsrisiko erfor- dert eine Reoperation. Die meisten Chi- rurgen haben bislang die totale Readrena- lektomie insbesondere unter dem Hinweis auf ein mögliches malignes Rezidiv bevor- zugt ( Tabelle 2).

Zumindest in Ländern mit einem gut entwickelten Gesundheitssystem ist das Risiko schwerer Komplikationen wegen eines PC mittlerweile nur sehr gering, da sich die Patienten meist in ständiger endo-

krinologischer Überwachung befinden. Ip- silaterale Erkrankungsrezidive sind daher in der Regel klein. Das Malignomrisiko ist in diesen Fällen gering, so dass grundsätz- lich auch eine subtotale Readrenalektomie erwogen werden sollte ( Abb. 5).

Die subtotale Readrenalektomie ist auf- grund der lokalen Narbenbildung nach Erstoperation anspruchsvoll, wenn es da- rum geht, eine funktionell ausreichende Restmenge, die noch keine makroskopi- schen Gewebeveränderungen aufweist, zu erhalten. Obwohl in präliminären Stu- dien der Vorteil der intraoperativen Sono- graphie (IOS) des adrenalen Restgewebes gezeigt wurde [12], ist deren Stellenwert, auch bei der subtotalen Readrenalekto-

Tabelle 3
Subtotale Readrenalektomie beim ipsilateralen Rezidiv nach subtotaler Adrenalektomie
Autor[n]Diagnose (Genotyp)Alterª [Jahre]Erst-OPIntervall bis zum Rezidiv [Monate]ReoperationAdrenaler Rest (Größe, Lokalisation)Adreno- kortikale FunktionFollow-up [Monate]
Walz et al. [41]/2004b1VHL 2 (kA)12STAE links +TAE rechts312STAE linksLinks: ca. 1/3, kranialSuffizient“54 rezidiv- frei
Al-Sobhi et al. [2]b1VHL 2 (Nukleotid 490 G->A)10STAE bds.96STAE linkskASuffizient“3 rezidiv- frei
Brauckhoff2MEN 2A (Codon23STAE rechts54STAE rechtsRechts: ca. 1/4Suffizient96
et al. [4]634 TGC->CGC)+TAE linkskaudalStimuliertes Kortisol:rezdivfrei
23, 7 mg/dl
VHL 2 (Codon 16722STAE bds.132STAE bds.Rechts: ca. 1/4Suffizient14
CGC->CAG)kranial Links: ca. 1/4 kranialStimuliertes Kortisol: 726 nmol/lrezidivfrei
Nambirajan et al. [30]b1VHL 2 (Nukleotid 490 G->A)8STAE bds.48STAE rechtskASuffizient“kA

ªAlter bei Erstdiagnose, bendoskopischer Zugang bei der Reoperation, “keine Angaben zu ACTH-Test. VHL 2 von-Hippel-Lindau-Syndrom Typ 2, STAE subtotale Adrenalektomie, TAE totale Adrenalektomie, kA keine Angaben, MEN 2A multiple endokrine Neoplasie Typ 2A

mie, nicht endgültig geklärt. Insbesonde re für endoskopisch durchgeführte Ope- rationen, bei denen eine digitale Beurtei- lung des Nebennierenrestes nicht möglich ist, sollte aber eine IOS erfolgen.

Die subtotale Readrenalektomie ist aufgrund der lokalen Narben- bildung nach Erstoperation anspruchsvoll

Bislang liegen Berichte über 5 Patien- ten, bei denen erfolgreich eine subtota- len Readrenalektomie durchgeführt wur- de, vor ( Tabelle 3). Diese Operation ist sowohl über den konventionellen offen- transabdominalen als auch den endosko- pischen Zugang durchführbar. Um das ad- renokortikale Restgewebe nicht zu suppri- mieren, sollte eine perioperative Substitu- tion mit Glukokortikoiden nicht oder nur kurz erfolgen [5]. Insbesondere für Patien- ten mit sehr wenig adrenalem Restgewebe ist unbedingt eine postoperative adreno- kortikale Funktionsuntersuchung mittels ACTH-Test zu empfehlen. Auch bei Pati- enten mit einer unmittelbar postoperativ eingeschränkten adrenokortikalen Stress- kompetenz kann in einem hohen Prozent- satz von einer Erholung der Funktionska- pazität gerechnet werden, sofern nicht ei-

ne medikamentöse Suppression der hypo- thalamisch-hypophysär-adrenalen Ach- se erfolgt [5]. Patienten, die bereits Gluko- kortikoide einnehmen (substitutiv, entzün- dungshemmend) sollten in jedem Fall to- tal restadrenalektomiert werden, da bei diesen Patienten kein Nutzen einer subto- talen Reoperation besteht ( Abb. 6).

Kontralaterale Rezidiverkrankungen

Familiäres Phäochromozytomrezidiv

Bei Patienten mit einem familiären PC besteht ein sehr hohes Risiko (mindes- tens 60%) für eine bilaterale syn- oder me- tachrone Manifestation [28]. In der 300 Pa- tienten mit MEN-2-assoziierten PC um- fassenden EUROMEN-Studie mussten et- was mehr als 35% der Patienten, die unila- teral adrenalektomiert und länger als 6 Jah- re nachbeobachtet wurden, kontralateral operiert werden [28].

› Das Risiko einer bilateralen syn- oder metachronen Manifestation liegt beim familiären PC bei mindestens 60%

Operationen wegen eines kontralateralen PC-Rezidivs sind keine Wiederholungs- operationen im eigentlichen Sinne. Sie er- fordern jedoch eine sorgfältige präopera- tive Planung, insbesondere bei Patienten, die auf der Gegenseite bereits total adrena- lektomiert wurden, da eine totale Adrena- lektomie eine dauerhafte stressadaptierte adrenokortikortikale Hormonsubstitution erfordert. Insbesondere bei unilateral total adrenalektomierten Patienten sollte daher in Abhängigkeit von der Erkrankung und der Größe des Tumors eine subtotale Re- sektion erfolgen.

Fazit für die Praxis

Mit Ausnahme der subtotalen Readrena- lektomie, die ein sehr subtiles Vorgehen erfordert, um den verbleibenden Gewe- berest nicht zu devaskularisieren, sollten alle anderen ipsilateralen Wiederholungs- eingriffe, auch bei sehr geringem Maligni- tätsrisiko, radikal und nicht innerhalb des nach der Erstoperation vorhandenen Nar- bengewebes erfolgen. Reoperationen we- gen malignen Rezidiven sollten stets mit einer regionären En-bloc-Lymphadenek- tomie kombiniert werden. Bei geplanten radikalen Operationen wegen organüber- schreitender Rezidive muss präopera-

tiv eine sehr sorgfältige Planung des Ein- griffs erfolgen. Bei multiviszeralen Resek- tionen kann eine interdisziplinäre Zusam- menarbeit erforderlich werden. Derarti- ge Operationen sollten an entsprechend erfahrenen chirurgischen Zentren durch- geführt werden.

Bei endoskopischen Wiederholungsein- griffen bietet sich bei den in der Regel transabdominal voroperierten Patienten der retroperitoneoskopische Zugang an.

Korrespondierender Autor Dr. M. Brauckhoff

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Ernst-Grube-Straße 40, 06097 Halle/Saale E-Mail: michael.brauckhoff@medizin.uni- halle.de

Interessenkonflikt: Der korrespondierende Autor versichert, dass keine Verbindungen mit einer Firma, deren Produkt in dem Artikel ge- nannt ist, oder einer Firma, die ein Konkurrenz- produkt vertreibt, bestehen.

Literatur

1. Allolio B, Hahner S, Weismann D, Fassnacht M (2004) Management of adrenocortical carcinoma. Clin Endocrinol (Oxf) 60:273-287

1a. Albanese CT, Wiener ES (1993) Routine total bilateral adrenalectomy is not warranted in childhood famili- al pheochromocytoma. J Pediatr Surg 28:1248-1251

2. Al-Sobhi S, Peschel R, Zihak C, Bartsch G, Neumann H, Janetschek G (2002) Laparoscopic partial ad- renalectomy for recurrent pheochromocytoma af- ter open partial adrenalectomy in von Hippel-Lin- dau disease. J Endourol 16:171-174

2a. Baghai M, Thompson GB, Young WF Jr, Grant CS, Mi- chels VV, van Heerden JA (2002) Pheochromocyto- mas and paragangliomas in von Hippel-Lindau dis- ease: a role for laparoscopic and cortical-sparing surgery. Arch Surg 137:682-688

3. Bellantone R, Ferrante A, Boscherini M et al. (1997) Role of reoperation in recurrence of adrenal corti- cal carcinoma: results from 188 cases collected in the Italian National Registry for Adrenal Cortical Carcinoma. Surgery 122:1212-1218

3a. Birnbaum J, Giuliano A, Van Herle AJ (1989) Partial adrenalectomy for pheochromocytoma with main- tenance of adrenocortical function. J Clin Endocri- nol Metab 69:1078-1081

4. Brauckhoff M, Gimm O, Brauckhoff K, Dralle H (2004) Repeat adrenocortical-sparing adrenalecto- my for recurrent hereditary pheochromocytoma. Surg Today 34:251-255

5. Brauckhoff M, Gimm O, Thanh PN et al. (2003) Cri- tical size of residual adrenal tissue and recovery from impaired early postoperative adrenocortical function after subtotal bilateral adrenalectomy. Surgery 134:1020-1027

6. Brennan MF, Keiser HR (1982) Persistent and re- current pheochromocytomas: the role of surgery. World J Surg 6:397-402

7. Chong GC, ReMine WH, Sheps SG (1974) Recurrent pheochromocytoma from direct peritoneal implan- tation. Report of two patients with 22-year survi- val periods. Minn Med 57:951-952

8. Dackiw AP, Lee JE, Gagel RF, Evans DB (2001) Ad- renal cortical carcinoma. World J Surg 25:914- 926

9. Deckers S, Derdelincks L, Col V, Hamels J, Maiter D (1999) Peritoneal carcinomatosis following laparos- copic resection of an adrenocortical tumor causing hyperaldosteronims. Horm Res 52:97-100

9a. deGraaf JS, Lips CJM, Rütter JE, van Vroonhoven TJMV (1999) Subtotal adrenalectomy for pheochro- mocytoma in multiple endocrine neoplasia type 2A. Eur J Surg 165:535-538

9b. Edstrom E, Grondal S, Norstrom F, Palmer M, Svens- son KA, Widell H, Hamberger B (1999) Long term experience after subtotal adrenalectomy for mul- tiple endocrine neoplasia type IIa. Eur J Surg 165:431-435

10. Fendrich V, Ramaswamy A, Nies C (2003) Hyperal- dosteronism persisting after subtotal adrenalecto- my. Chirurg 74:473-477

10a. Hamberger B, Telenius-Berg M, Cedermark B, Gron- dal S, Hansson BG, Werner S (1987) Subtotal ad- renalectomy in multiple endocrine neoplasia type 2. Henry Ford Hosp Med J 35:127-128

11. Harrison TS, Freier DT, Cohen EL (1974) Procee- dings: Recurrent pheochromocytoma. Arch Surg 108:450-454

12. Heniford BT, Iannitti DA, Hale J, Gagner M (1997) The role of intraoperative ultrasonography during laparoscopic adrenalectomy. Surgery 122:1068- 1073

13. Henry JF, Sebag F, Iacobone M, Mirallie E (2002) Results of laparoscopic adrenalectomy for large and potentially malignant tumors. World J Surg 26:1043-1047

14. Icard P, Louvel A, Chapuis Y (1992) Survival rates and prognostic factors in adrenocortical carcino- ma. World J Surg 16:753-758

15. Ilias I, Yu J, Carrasquillo JA (2003) Superiority of 6-[18F]-fluorodopamine positron emission to- mography versus [131I]-metaiodobenzylguani- dine scintigraphy in the localization of metasta- tic pheochromocytoma. J Clin Endocrinol Metab 88:4083-4087

15a. Inabnet WB, Caragliano P, Pertsemlidis D (2000) Pheochromocytoma: inherited associations, bilate- rality, and cortex preservation. Surgery 128:1007- 1112

15b. Irvin GL 3rd, Fishman LM, Sher JA (1983) Familial pheochromocytoma. Surgery 94:938-940

16. Ito Y, Fujimoto Y, Obara T, Kodama T (1990) Clinical significance of associated nodular lesions of the ad- renal in patients with aldosteronoma. World J Surg 14:330-334

16a. Janetschek G, Finkenstedt G, Gasser R, Waibel UG, Peschel R, Bartsch G, Neumann HP (1998) Lapa- roscopic surgery for pheochromocytoma: adrena- lectomy, partial resection, excision of paraganglio- mas. J Urol 160:330-334

17. John H, Ziegler WH, Hauri D, Jaeger P (1999) Pheo- chromocytomas: can malignant potential be pre- dicted. Urology 53:679-683

18. Kageyama Y, Ishizaka K, Iwashina M, Sasano H, Ki- hara K (2002) A case of ACTH-independent macro- nodular adrenal hyperplasia successfully treated by subtotal resection of the adrenal glands: four- year follow-up. Endocr J 49:227-229

19. Kaltsas G, Rockall A, Papadogias D, Reznek R, Gross- man AB (2004) Recent advances in radiological and radionuclide imaging and therapy of neuroen- docrine tumours. Eur J Endocrinol 151:15-27

20. Kendrick ML, Lloyd R, Erickson L (2001) Adrenocor- tical carcinoma: surgical progress or status quo? Arch Surg 136:543-549

21. Kendrick ML, Curlee K, Lloyd R (2002) Aldosterone- secreting adrenocortical carcinomas are associa- ted with unique operative risks and outcomes. Sur- gery 132:1008-1011

21a. Klempa I, Menzel J, Baca I (1989) Subtotal ad- renalectomy versus autotransplantation of the adrenal cortex — an alternative procedure in bila- teral adrenalectomy in MEN II? Chirurg 60:266- 271

22. Koch CA, Pacak K, Chrousos GP (2002) Genetics of endocrine disease: The molecular pathogenesis of hereditary and sporadic adrenocortical and ad- renomedullary tumors. J Clin Endocrinol Metab 87:5367-5384

23. Kopf D, Bockisch A, Steinert H (1997) Octreotide scintigraphy and catecholamine response to an oc- treotide challenge in malignant phaeochromocyto- ma. Clin Endocrinol (Oxf) 46:39-44

24. Lacroix A, Ndiaye N, Tremblay J, Hamet P (2001) Ec- topic and abnormal hormone receptors in adrenal Cushing’s syndrome. Endocr Rev 22:75-110

25. Lee JE, Berger DH, El-Naggar AK (1995) Surgical management, DNA content, and patient survival in adrenal cortical carcinoma. Surgery 118:1090- 1098

25a. Lee JE, Curley SA, Gagel RF, Evans DB, Hickey RC (1996) Cortical-sparing adrenalectomy for pati- ents with bilateral pheochromocytoma. Surgery 120:1064-1070

26. Lehnert H, Mundschenk J, Hahn K (2004) Ma- lignant pheochromocytoma. Front Horm Res 31:155-162

27. Li LM, Fitzgerald PA, Price DC, Norton JA (2001) Ia- trogenic pheochromocytomatosis: a previously un- reported result of laparsocopic adrenalectomy. Sur- gery 130:1072-1077

28. Modigliani E, Vasen HM, Raue K et al. (1995) Pheo- chromocytoma in multiple endocrine neoplasia type 2: European study. The Euromen Study Group. J Intern Med 238:363-367

28a. Mugiya S, Suzuki K, Saisu K, Fujita K (1999) Uni- lateral laparoscopic adrenalectomy followed by contralateral retroperitoneoscopic partial adrena- lectomy in a patient with multiple endocrine neoplasia type 2a syndrome. J Endourol 13:99- 104

29. Nagesser SK, van Seters AP, Kievit J, Hermans J, Krans HM, van de Velde CJ (2000) Long-term re- sults of total adrenalectomy for Cushing’s disease. World J Surg 24:108-113

30. Nambirajan T, Bagheri F, Abdelmaksoud A, Leeb K, Neumann H, Graubner UB, Janetschek G (2004) Laparoscopic partial adrenalectomy for recurrent pheochromocytoma in a boy with Von Hippel- Lindau disease. J Laparoendosc Adv Surg Tech A 14:234-235

30a. Neumann HPH, Bender BU, Reincke M, Eggstein S, Laubenberger J, Kirste G (1999) Adrenal-sparing sur- gery for pheochromocytoma. Br J Surg 86:94-97

31. Pommier RF, Brennan MF (1992) An eleven-year ex- perience with adrenocortical carcinoma. Surgery 112:963-970

32a. Porpiglia F, Destefanis P, Bovio S et al. (2002) Cor- tical-sparing laparoscopic adrenalectomy in a pa- tient with multiple endocrine neoplasia type IIA. Horm Res 57:197-199

32b. Radmayr C, Neumann H, Bartsch G, Elsner R, Ja- netschek G (2000) Laparoscopic partial adrenalec- tomy for bilateral pheochromocytomas in a boy with von Hippel-Lindau disease. Eur Urol 38:344- 348

32. Rainis T, Ben-Haim S, Dickstein G (2000) False po- sitive metaiodobenzylguanidine scan in a patient with a huge adrenocortical carcinoma. J Clin Endo- crinol Metab 85:5-7

33. Rote AR, Flint LD, Ellis FH Jr (1977) Intracaval recur- rence of pheochromocytoma extending into right atrium. Surgical management using extracorpore- al circulation. N Engl J Med 296:1269-1271

34. Rotker J, Oberpennig F, Scheld HH, Hertle L, Knich- witz G, Hammel D (1996) Pheochromocytomas with extension into central vascular structures. Ann Thorac Surg 61:222-224

34a. Sackett WR, Bambach CP (2003) Bilateral subto- tal laparoscopic adrenalectomy for phaeochromo- cytoma. ANZ J Surg 73:664-666

35. Safford SD, Coleman RE, Gockerman JP (2003) lodi- ne-131 metaiodobenzylguanidine is an effective treatment for malignant pheochromocytoma and paraganglioma. Surgery 134:956-962

36. Schmoll HJ, Dralle H (1999) Nebennierenkarzinom. In: Schmoll HJ, Höffken K, Possinger K (Hrsg) Kom- pendium Internistische Onkologie. Springer. 1230- 1251

37. Schulick RD, Brennan MF (1999) Long-term survi- val after complete resection and repeat resection in patients with adrenocortical carcinoma. Ann Surg Oncol 6:719-726

38. Tenenbaum F, Groussin L, Foehrenbach H (2004) 18F-fluordeoxyglucose positron emission tomo- graphy as a diagnostic tool for malignancy of ad- renocortical tumors? Preliminary results in 13 consecutive patients. Eur J Endocrinol 150:789- 792

39. Ushiyama T, Suzuki K, Kageyama S, Fujita K, Oki Y, Yoshimi T (1997) A case of Cushing’s syndrome due to adrenocortical carcinoma with recurrence 19 months after laparoscopic adrenalectomy. J Urol 157:2239

39a. van Heerden JA, Sizemore GW, Carney JA, Grant CS, ReMine WH, Sheps SG (1984) Surgical Manage- ment of the adrenal glands in the multiple endocri- ne neoplasia type II syndrome. World J Surg 8:612- 621

40. van Heerden JA, Roland CF, Carney JA, Sheps SG, Grant CS (1990) Long-term evaluation following resection of apparently benign pheochromocy- toma(s)/paraganglioma(s). World J Surg 14:325- 329

40a. Walther MM, Keiser HR, Choyke PL, Rayford W, Lyne JC, Linehan WM (1999) Management of hereditary pheochromocytoma in von Hippel-Lin- dau kindreds with partial adrenalectomy. J Urol 161:395-398

40b. Walther MM, Herring J, Choyke PL, Linehan WM (2000) Laparoscopic partial adrenalectomy in pati- ents with hereditary forms of pheochromocytoma. J Urol 164:14-17

41. Walz MK, Peitgen K, Neumann HP, Janssen OE, Phil- ipp T, Mann K (2002) Endoscopic treatment of so- litary, bilateral, multiple, and recurrent pheochro- mocytomas and paragangliomas. World J Surg 26:1005-1012

42. Walz MK, Peitgen K, Saller B et al. (1998) Subtotal adrenalectomy by the posterior retroperitoneosco- pic approach. World J Surg 22:621-626

42a. Walz MK, Peitgen K et al. (2004) Partial versus Total Adrenalectomy by the Posterior Retroperito- neoscopic Approach: Early and Long-term Results of 325 Consecutive Procedures in Primary Adrenal Neoplasias. World J Surg 28:1323-1329

43. Warinner SA, Zimmermann D, Thrompson GB, Grant CS (2000) Study of three patients with con- genital adrenal hyperplasia treated by bilateral ad- renalectomy. World J Surg 24:1347-1352

44. Welbourn RB (1985) Survival and causes of death after adrenalectomy for Cushing’s disease. Surgery 97:16-20

44a. Yip L, Lee JE, Shapiro SE, Waguespack SG et al. (2004) Surgical Management of hereditary pheo- chromocytoma. J Am Coll Surg 198:525-535

45. Yoshida S. Hatori M, Noshiro T, Kimura N, Kokubun S (1999) Twenty-six-year’s survival with multiple bone metasasis of malignant pheochromocytoma. Arch Orthop Trauma Surg 121:589-600

Leserservice: Themenübersicht

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Der Chirurg“ bietet Ihnen jeden Monat umfassende und aktuelle Beiträge zu in- teressanten Themenschwerpunkten aus allen Gebieten der operativen Medizin. Möchten Sie ein bereits erschienenes Heft nachbestellen? Die folgenden Aus- gaben können Sie direkt bei unserem Kundenservice zum Preis von je EUR 25,- beziehen: 2004

- Heft 7/2004 Karotisstenosen

- Heft 8/2004 Sentinel-Lymph- Node-Reevaluation

- Heft 9/2004 Beckenbodeninsuffi- zienz

- Heft 10/2004 Rechnergestütztes Vorgehen in der Unfallchirurgie

- Heft 11/2004 Nahtinsuffizienzen am Gastrointestinal- trakt

- Heft 12/2004 Weichteilsarkome

- Heft 1/2005

2005 Alterschirurgie.

Teil 1

- Heft 2/2005 Alterschirurgie. Teil 2


Der Chirurg -----

Alterschirurgie Teil 2

-



DGVC

CME

£ Springer

So erreichen Sie unseren Kundenservice:

Springer-Verlag Kundenservice Zeitschriften Haberstr. 7 69126 Heidelberg

Tel .: +49 6221 345-4303

Fax: +49 6221 345-4229

E-Mail: SDC-journals@springer-sbm.com

DerChirurg.de